Mediation

Konflikte im privaten oder beruflichen Zusammenhang begegnen uns leider immer wieder. Schaut man sich dabei die Methoden an, mit denen diese Meinungsverschiedenheiten gehandhabt werden, kommt man zu einer erschreckenden Einsicht: Es geht fast zu wie in der Steinzeit. Es wird gegeneinander zu Felde gezogen, ohne Rücksicht auf Verluste.

Gerne beauftragt man zu diesem Zweck einen Anwalt, um diesen vermeindlichen “Kampf ums Recht“ auszufechten. Dabei gilt die Niederlage des Gegners als eigener Sieg.

Was aber, wenn man auch nach einem Konflikt noch konstruktiv miteinander umgehen will? Sei es im familiären Rahmen, weil gemeinsame Kinder da sind, sei es im beruflichen Umfeld, weil man auch weiterhin noch Geschäfte miteinander machen möchte: Wie ist es zu schaffen, die eigenen Interessen durchzusetzen, ohne jegliche Kommunikationsbasis zur Gegenseite zu zerstören?

Besonders wichtig ist ein respektvoller, konstruktiver Umgang miteinander bei Konflikten im familiären Kontext, bei denen oftmals Kinder involviert sind. Von sehr großer Bedeutung ist dies aber auch im geschäftlichen Bereich. Jeder Unternehmer kennt den immensen Aufwand, den Neuakquisitionen im Vergleich zur Pflege bestehender Verbindungen bedeuten.

Mediationsverfahren können eine ernstzunehmende Alternative zu gerichtlichen Verfahren sein. In den USA empfehlen bereits 93% der Anwälte ihren Mandanten die Mediation als Option anstelle eines gerichtlichen Verfahrens. In England muss man bereits damit rechnen, auch als Sieger im Prozess die gesamten Verfahrenskosten zu tragen, wenn man es zuvor abgelehnt hat, eine Mediation zu versuchen.

In Deutschland gibt es über die Möglichkeiten der Mediation selbst unter Anwälten noch viel Informationsbedarf, so dass diese Möglichkeit oft schon aus Unkenntnis abgelehnt wird. Studien der vier führenden US-Anbieter von außergerichtlicher Konfliktlösung (CPR, AAA, JAMS, ENDISPUTE) belegen, dass in 78% von 449 Fällen, in denen eine Mediation durchgeführt wurde, eine Einigung erzielt wurde, wobei Kosten und Zeitaufwand geringer und die Zufriedenheit der Beteiligten größer war als bei Schiedsgerichtsverfahren (vgl. Ponschab/Schweizer "Die Streitzeit ist vorbei" Paderborn 2004, passim).

Unter Mediation versteht man ein Verfahren zur Lösung von Konflikten. Der Mediator unterstützt als unparteiische und neutrale Person die Parteien, eine Lösung ihres Konflikts zu finden. Die Entscheidungsgewalt bleibt dabei allein bei den Parteien.

Vertraulichkeit und Freiwilligkeit sind zentrale Stützpfeiler der Mediation: Vertraulichkeit wird zwischen den Parteien verbindlich vereinbart, der Anwaltmediator ist ohnehin zur absoluten Vertraulichkeit verpflichtet. Alle Beteiligten können jederzeit die Mediation beenden.

Er muss zuhören und lenken können, ohne zu manipulieren, Optionen mit den Parteien erarbeiten, ohne zu bestimmen, und Erfahrung in Verhandlungsführung haben. 

Grundlage dafür ist eine fundierte Ausbildung und Erfahrung in der Praxis. In Deutschland hat die Mediationsausbildung in der Regel einen Umfang von 120-200 Stunden, das Masterstudium umfasst ca. 1.800 Stunden.

Es kann für die Mediation von Vorteil sein, wenn der Mediator zum einen in seiner Rolle als Mediator, zum anderen als Experte auf dem jeweiligen Fachgebiet auftreten kann. Schwerpunkte sind Mediationen in den Bereichen Familienrecht/Erbrecht und Wirtschaftsmediation.

In der Regel wird ein Zeithonorar vereinbart, also unabhängig vom Streitwert.

Dies bedeutet, dass beispielsweise für eine Mediation im familienrechtlichen Bereich für eine Stunde für beide Personen insgesamt ein Honorar von 195 € zzgl. der gesetzlichen Mehrwertsteuer vereinbart werden kann. Die Kosten werden in der Regel von den Beteiligten je zur Hälfte getragen.

Wollen Sie sich zunächst unverbindlich informieren, können Sie mich gerne anrufen. Beispielsweise kann dann geklärt werden, ob überhaupt eine Mediation in Betracht kommt, wenn zunächst nur ein Beteiligter sich dafür interessiert.

In diesem Bereich findet eine Orientierung an den von Industrie- und Handelskammern angegebenen Kosten statt. Diese bewegen sich zwischen 180,00 €/h und 250,00€/h zzgl. der gesetzlichen Mehrwertsteuer, insbesondere, wenn mehr als zwei Beteiligte daran teilnehmen. Wirtschaftsmediation kann in Firmen zur Verbesserung und Optimierung der Zusammenarbeit stattfinden. Sie wird gerne in Anspruch genommen, um Veränderungsprozesse erfolgreich umzusetzen. Mit Workshops zu konkreten Themen kann die Organisationsstruktur verbessert werden. Wirtschaftsmediation findet auch statt zwischen verschiedenen Unternehmen, wenn dort die Verhandlungen festgefahren sind, eine Klage aber (noch) nicht eingereicht werden soll. Es kann auch in Einzelgesprächen geklärt werden, wie Verhandlungshindernisse abgebaut werden können. In der Praxis kommt es häufig zu Mediationen, die in 1 bzw. 1,5 Tagen durchgeführt und abgeschlossen werden können.

Es ist an dieser Stelle selbstverständlich nicht möglich, alle Fragen zu beantworten, die sich zu diesem Thema stellen. Für mich ist es zunächst wichtig, Ihnen einen ersten Überblick zu geben. Denn nur wer alle Handlungsmöglichkeiten kennt, kann souverän darüber entscheiden, wie er weiter vorgehen will. Dies kann ein gerichtliches oder ein Schiedsverfahren sein; dies können außergerichtliche Verhandlungen sein, vielleicht ist aber auch eine Mediation sinnvoll, oder auch die Kombination der einzelnen Möglichkeiten. Bleiben noch Fragen offen, so stehe ich Ihnen gerne für weitere Informationen zur Verfügung. Gerne übersenden ich Ihnen auch kostenloses Informationsmaterial. Rufen Sie einfach an, oder melden sich per e-mail.

Für weitere Fragen stehen Ich Ihnen jederzeit gerne zur Verfügung.

Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit!

Markus A. Becker, M.M., Rechtsanwalt und Mediator

Markus A. Becker, M.M.
Rechtsanwalt und Mediator

Anschrift Kanzlei Koblenz

Neustadt 19/Schloßrondell
56068 Koblenz

Telefon: 0261/9143370
Fax: 0261/9143380

Steuer-Nr.: 214/5781/5468

E-Mail: info(at)becker-recht.de

Kontaktformular